Besuchs- und Therapiehunde
(Diese Ausbildung wird von uns derzeit nicht angeboten)
Unter dem Begriff „Tiergestützte Intervention“ (TGI) wird der zielgerichtete oder zielorientierte Einsatz von Tieren im Gesundheits- und Sozialwesen verstanden. Führende Verbände auf diesem Gebiet fassen unter TGI vier Kategorien: Tiergestützte Therapie (TGT), Tiergestützte Pädagogik (TGP), Tiergestützte Förderung (TGF) und Tiergestützte Aktivität (TGA).
In Letzterer engagieren sich vornehmlich Menschen, die beruflich keinen psychosozialen Background haben. Der Einsatz ausgebildeter Hunde findet im Rahmen der TGA daher überwiegend ehrenamtlich statt. Die Einsätze erfolgen, im Gegensatz zu professionell durchgeführten, tiergestützten Interventionen, nicht zielgerichtet. Das bedeutet, dass Besuche in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens der Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens dienen. Effekte, die im Rahmen der TGA darüber hinaus eintreten, werden zwar als solche wertgeschätzt, wurden jedoch vorab nicht in einem Therapie- oder Hilfeplan als zu erreichende Ziele festgeschrieben. Das eingesetzte Tier ist folglich kein integraler Bestandteil des Arbeitskonzepts, sondern eine zusätzliche, ergänzende Form, die insbesondere die Atmosphäre des Settings und das Gemüt der Besuchten positiv beeinflussen soll.
Schwerpunkt der „Tiergestützte Intervention“ soll mittel- und langfristig auf der Ausbilderzertifizierung liegen. In der „TAZ“ (Therapiehundeausbilderzertifizierung) sollen BRH-Mitglieder qualifiziert werden, um in ihren Staffeln selbst tiergestützte Ausbildungen durchzuführen. Angedacht ist hierbei, dass sowohl die Ausbildungen als auch die Prüfungsabnahmen BRH-intern erfolgen. Der Aufbau einer „TAZ“ soll den bisherigen Ausbildungskatalog des BRH sinnvoll ergänzen und all jenen Staffeln ein BRH-internes Ausbildungsangebot ermöglichen, die sich aktuell oder bereits längere Zeit mit dem Gedanken tragen, einen eigenen Therapiehundebereich (TGA) bei sich aufzubauen oder diesen bereits in niedrigschwelliger Form, jedoch ohne eine spezielle Qualifizierung ihrer Mensch-Hund-Teams, vorhalten.
